AN(GE)DACHT
zum 3. Sonntag nach Epiphanias

IM BLICKFELD GOTTES

Sind sie schon im neuen Jahr angekommen? Die ersten drei Wochen haben wir schon geschafft. Aber mancher muss sich noch ein bisschen zurecht finden. Die Kalender sind schon gut gefüllt, Aufgaben und Anforderungen klar umrissen. Die Neujahrsempfänge sind geplant und können kommen.

Endlich, mag so manche denken. Sich begegnen, miteinander ins Gespräch kommen, sich wiedersehen. Doch, so ganz klar ist es dann doch nicht, wie 2023 wird. Wir brauchen Orientierung, gerade am Anfang des neuen Jahres. Für uns Christen ist die Jahreslosung Orientierung. 2023 ist das ein Bekenntnis einer jungen Frau, der wir ganz am Anfang der Bibel begegnen: Hagar – Sklavin, Nebenfrau und Leihmutter im Haus von Abraham.(Die ganze Geschichte finden Sie im 1. Buch Mose im 16. Kapitel.) In großer Not erfährt sie Hilfe von Gott und sie bekennt: Du bist ein Gott, der mich sieht.

Für mich ist das eine großartige Zusage. Gott sieht mich. Gott sieht dich. Nicht mit einem mahnenden und strafenden, sondern mit einem liebevollen Blick. Gott schaut nicht weg, wenn Sorgen und Nöte plagen. Gott nimmt uns Menschen, jede und jeden Einzelnen, wahr und ernst. Dieser liebevolle Blick hält uns fest, egal was kommt. Wer weiß denn schon, wo Pläne durchkreuzt werden; Wege steinig und schwer werden; Herausforderungen kaum schaffbar sind.

Genau wissen wir das erst am Ende dieses Jahres. Und auch in den vielen Glücksmomenten, die es hoffentlich reichlich geben wird, werden wir gesehen. Gott stärkt uns und Gott freut sich mit uns. Wir können durch dieses Jahr unter Gottes liebevollem Blick gehen. Wir sind sozusagen im Blickfeld Gottes. Ich finde das gut. Da ist einer, der mich sieht und für mich da ist. Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen auch.

Gedanken  zum 3. Sonntag nach Epiphanias von Superintendentin Ute Mertens

Podcast-Predigt

Podcast-Predigt zum Epiphaniasfest von Tim Dornblüth, Vikar im Pfarrbereich Burg

Andacht zum Jahreswechsel online

Andacht: Pfarrer Thorsten Minuth, Wollin
Musik: Ave Maria für zweistimmigen Frauenchor (Joseph Gabriel Rheinberger) mit einer Auswahl des Georg-Philipp-Telemannchors Magdeburg aus einem Livemitschnitt vom 18.12.22 aus der Pauluskirche Magdeburg