Die anhaltende Hitze lässt den Elbepegel in Magdeburg auf einen halben Meter sinken. Die Natur und die Menschen leiden unter der anhaltenden Trockenheit.
Wasser ist kostbar. Schon nach einigen Schlucken, kehren die Lebenskräfte zurück. Eine ältere Dame erzählte mir neulich: „Ich kann zwar nicht mehr viel tun, doch am schönsten ist es, wenn ich mich nach einem milden Sommerregen in meinem Garten auf die Bank setze und zusehe, wie alles wächst.
Solche Sehnsuchtsorte kennen die meisten von uns auch: der weiße Strand, an dem wir unseren Urlaub verbringen wollen, eine Lichtung im Wald, wo wir auf das Vogelgezwitscher lauschen oder eine Quelle am Wegesrand, an der wir nach langer Wanderung eine Rast machen können. Wenn der Alltag uns fest im Griff hat, sehnen wir uns an solche Orte zurück. Da wird es schnell deutlich, wie wir leben möchten und vor allem, dass wir noch einen anderen Durst in uns verspüren: Durst nach Leben. Angebote, diesen Lebensdurst zu löschen, gibt es viele – unzählige Lebensentwürfe, die unterschiedliche Akzente setzen. Während die einen in den Beruf investieren, setzen andere auf Familie, noch andere versuchen, sich ihre kleinen oder großen Träume zu erfüllen. Und wir alle hoffen, dass wir finden werden, wonach wir uns sehnen: Frieden, Zufriedenheit, Erfüllung.
Die Bibel macht uns ein besonderes Angebot: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offb 21, 6). Und Jesus fügt hinzu: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nimmermehr Durst haben.“ (Joh 4,14)
Eine Quelle sprudelt auch dann, wenn keiner sie beachtet. Aber warum sollen wir dürsten, wenn uns Wasser umsonst angeboten wird.
Gedanken zum 7. Sonntag nach Trinitatis von Georg Struz, Pfarrer in Loburg