„Die Gnade unsers Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“ (2. Korinther 13,13)
Die christliche Vorstellung, Gott sei ein Gott und zugleich Vater, Sohn und Heiliger Geist halte weder für kompliziert noch für unverständlich:
Schließlich ist die mittelalterliche Kaiserkrone achteckig, golden und edelsteinbesetzt. So liegt sie in Wien im Museum: Ein Achteck, aus Gold geschmiedet und mit Edelsteinen besetzt. Und sie ist eine Krone, nicht drei.
Der eine Gott, an den wir Christen glauben, ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Zwar behaupten Menschen immer wieder, Gott könne sich nicht als ein Wesen in drei Personen offenbart haben. Eine Erklärung, warum er das nicht können sollte, bleiben sie aber schuldig. Vielleich können sie diese Vorstellung nicht verstehen. Aber nur, weil ich etwas nicht kann, ist es nicht unmöglich. Obwohl ich nicht Orgel spielen kann, kenne ich etliche Menschen, die das können.
Der Vater Jesu Christi ist Gott – der Schöpfer der Welt, in Jesus hat er uns erlöst und im Heiligen Geist ist er in der Gemeinde und in der Welt gegenwärtig. – Wo ist da das Problem?
Um die Trinität zu belegen, müssen wir noch nicht einmal nach Wien fahren, wir brauchen nur in die Heilige Schrift zu schauen: Wenn Jesus nach der Schrift ohne Sünde ist (Hebräer 4,15), und die Schrift bezeugt: niemand gut ist, als Gott allein (Lukas 18,19), dann folgt daraus, dass Jesus, da er ja sündenfrei, also gut ist, Gott sein muss. Und wenn Jesus bezeugt, dass der Heilige Geist von dem, was Jesu ist, nimmt und das verkündigt, (Johannes 16,14) muss auch der göttlich sein.
So können wir getrost zu unserem Glauben stehen. Dies aber ist der allgemeine Glaube: Dass wir den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit verehren.
Gedanken zum Sonntag Trinitatis von Thorsten Minuth, Pfarrer im Kirchspiel Gloine