Notfallseelsorge

 

Team der Notfallseelsorge sucht weitere Mitglieder

Wenn die Rettungsleitstelle anruft, macht sich innerhalb weniger Minuten ein Mitglied des Notfallseelsorgeteams auf den Weg um den Menschen beizustehen, die plötzlich einen Angehörigen verloren haben oder Zeugen eines unerwarteten Todesfalles geworden sind. Das kann zu jeder Tages- oder Nachtzeit sein. Oftmals müssen dabei ungewöhnliche Situationen bewältigt werden. Das Team bereitet sich in monatlichen Treffen auf diese anspruchsvolle Aufgabe vor und bespricht gemeinsam die gewesenen Einsätze.
Wer Interesse hat, im Bereich der Notfallseelsorge mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich im Büro der Superintendentur des Kirchenkreises (Tel: 03921-942374). Dort bekommen Sie alle weiteren Kontaktdaten.

Telefonseelsorge Magdeburg

 

Welche Aufgabe hat Notfallseelsorge?


In den letzten Jahren ist das Gespür dafür gewachsen, dass es bei Unglücksfällen oft nicht ausreicht, Wunden zu versorgen, Lebensrettungsmaßnahmen einzuleiten oder den Tod und seine Ursachen festzustellen. Die Betroffenen und Hinterbliebenen brauchen schnelle psychosoziale Betreuung. Und auch die Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr, die oft enorm belastet sind, brauchen Begleitung. Für diese sensiblen Aufgaben wurden in den letzten Jahren im Land Sachsen-Anhalt Konzepte erarbeitet und umgesetzt. Es wurden Notfallseelsorgeteams gebildet und deren Mitglieder intensiv ausgebildet. Sie sind im ganzen Land unterwegs, um ehrenamtlich zu helfen.

 

Wann kommen die Notfallseelsorger zum Einsatz?


Es gibt Situationen im Leben, die sich keiner wünscht...

Es klingelt an der Wohnungstür. Vor der Tür stehen zwei Polizeibeamte. Sie werden begleitet von einem zivil gekleideten Dritten. Die Eheleute ahnen nichts Gutes und führen die Besucher ins Wohnzimmer. Dort eröffnet ihnen einer der Polizisten, dass der Sohn in der Nacht zuvor an den Folgen eines Unfalls verstarb. Für die Eltern ist mit einem Schlag nichts mehr, wie es war. Alles wirkt unbegreiflich und unwirklich. Ihre Welt gerät aus den Fugen. Die Beamten verabschieden kurz danach. Zurück bleibt der Dritte. Es ist ein Notfallseelsorger, den die Eltern in ihrem Schmerz und ihrer Verzweiflung erst jetzt wirklich wahrnehmen. Er hat Zeit für sie. Ganz allmählich entwickelt sich ein Gespräch. Der Gast tröstet die verwaisten Eltern. Er hilft ihnen dabei, die nächsten Schritte in ihrer Trauer um ihren Sohn tun zu können.

Mitten im Alltag ist ein älterer Mann in der Wohnung plötzlich zusammengebrochen. Seine Frau ruft den Rettungsdienst. Dieser versucht alles, um das Leben das Mannes zu retten. Doch am Ende kann der Arzt nur noch den Tod feststellen. Das Rettungspersonal kann nicht bleiben, muss vielleicht bereits zum nächsten Einsatz. Es hat keine Zeit, sich weiter um die Frau zu kümmern. Da benachrichtigt der Notarzt die Leitstelle und diese alarmiert die Notfallseelsorge. In den nächsten Stunden begleitet eine ehrenamtliche Mitarbeiterin die Frau. Sie hilft ihr zum Beispiel dabei, sich von dem Verstorbenen zu verabschieden und ein erstes „soziales Auffangnetz“ zu knüpfen.

In solchen oder ähnlichen Situationen machen sich die Notfallseelsorger auf den Weg. Sie nehmen sich Zeit, hören zu, geben Rat oder sind einfach nur da.

 


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