1. Weihnachtstag

 

Es begab sich aber ...

... dass alles anders war ...

... und trotzdem Weihnachten wurde.


So ist es auch dieses Jahr. Es ist Weihnachten, und wir laden Sie ein, gemeinsam durch die Festtage zu gehen. Für jeden Tag finden Sie eine Anregung. Nehmen Sie sich etwas Zeit - schalten Sie das Telefon ab - zünden Sie eine Kerze an. Lassen Sie sich inspirieren von den Texten und schließen Sie die Zeit mit einem Gebet und einem Lied. In der Familie oder alleine können Sie so diese besonderen Tage gestalten - und sind verbunden mit anderen, die das Gleiche tun.

Blick zur Krippe

Die Weihnachtgeschichte nach Matthäus


Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten. Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): "Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll." Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
(Matthäus 2, 1-12)

Gedanken zum 1. Weihnachtstag


Der 1. Weihnachtstag ist der offizielle Geburtstag von Jesus Christus. Aber eine Geburtsurkunde gibt es nicht. Erst im 4. Jahrhundert entwickelte sich in Europa der Brauch, Jesu Geburt zu feiern. Wenn die Dunkelheit am größten ist und die Tage beginnen, langsam etwas länger zu werden, so zeigt sich, wie Gottes Licht unsere Welt heller macht: behutsam und in kleinen Schritten. Ein kleines Kind bringt die Botschaft von Gottes grenzenloser Liebe. Schon die biblische Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland zeigt, wie die Sehnsucht nach einem Neubeginn keine Grenzen kennt:
"In einem fernen Land leben weise Männer. Jede Nacht blicken sie zu den Sternen auf. Auf einmal entdecken sie einen neuen Stern. Was hat das zu bedeuten? Sie machen sich auf den Weg. Sie folgen dem Stern. Der Stern führt sie nach Bethlehem. Über dem Stall bleibt er stehen. Sie freuen sich. Sie sind am Ziel. Sie gehen hinein. Sie finden Jesus mit seiner Mutter Maria. Sie knien vor Jesus nieder. Sie haben Geschenke mitgebracht. Es sind kostbare Geschenke, wie für einen König. Sie schenken dem Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe."

*

Danke, Gott!
Du hast einen Stern geschickt, und Menschen von weit her haben sich auf den Weg gemacht! Das Ziel war ein kleines Kind in Bethlehem. Zeige mir auf meinem Weg das Ziel! Leuchte in das Dunkle und mache meine Welt heller. Danke für alle Freude, die du mir schickst! Und zeige mir, wo ich von meiner Freude weiterschenken kann. Amen.

Was wir zu Hause tun können...


…ist ganz einfach: wir dürfen uns an allem freuen, was uns in dieser Zeit geschenkt wird! Ein kleiner Gruß, ein lieber Brief, ein Anruf von weit her, ein Lächeln, der Sternenhimmel oder ein Zimtplätzchen. Unsere Freude ist ein guter Stern, der uns über alle Grenzen hinweg nahe zusammenbringt. Und wer möchte, kann auch noch den Stern basteln und das Weihnachtszimmer damit schmücken. Vielleicht gibt es ja auch jemanden, dem man damit eine Freude machen kann

Blick zur Krippe

Schneide zwei gleichgroße sechszackige Sterne aus Kartonpapier aus. Falte jeden in der Mitte und klappe sie wieder auf. Dann lege sie so übereinander, dass der Knick aufeinander liegt. Mit einem Klammeraffen hefte die Sterne oben und unten im Knick zusammen. Jetzt kannst du den Stern in vier Richtungen hin aufklappen. Ein Faden noch eingefädelt und schon hängt der Stern. 

Blick zur Krippe

 


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