Kirchenkreis Elbe-Fläming

SIE HABEN DIE WAHL



Stellen Sie sich vor, morgen ist Wahltag und keiner geht hin! Was würde dann passieren? Einige wenige würden sich wohl die Macht unter den Nagel reißen und ihre Interessen durchsetzen. Koste es was es wolle und ganz egal, ob da jemand auf der Strecke bleibt. Das Ende der Demokratie?!

Eine gruselige Vorstellung! Gott sei Dank, das wird nicht passieren! Morgen ist Wahltag und hoffentlich geht jeder hin. Das Wahlrecht ist ein hohes Gut in unserem Land und eine tragfähige Säule der Demokratie. Übrigens in diesem Jahr feiert das allgemeine Wahlrecht für Männer in Deutschland seinen 150. Geburtstag. Knapp 50 Jahre später wurde dies auch den Frauen ermöglicht. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit.
Viele haben bereits ihre Stimmen per Briefwahl abgegeben. Andere werden morgen in die Wahllokale gehen. Es ist wichtig, sich an der Wahl zu beteiligen. Nicht als Abrechnung für die letzten Jahre, sondern um Zukunft mitzugestalten. In der Stadt Burg, im Landkreis Jerichower Land und in unserem Bundesland. Es ist die Chance, Demokratie zu leben und zu stärken. Als Christinnen und Christen erleben wir, dass gerade die demokratischen Werte uns große Freiheiten geben, als Kirche zu leben und in der Vielfalt der Religionen unsere Gesellschaft mitzugestalten.
Nächstenliebe, wie wir sie von Jesus Christus gelernt haben, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Nächstenliebe zu üben, heißt sich für eine friedliches, menschenfreundliches und tolerantes Miteinander einzusetzen. Oft verlangt, wie es unsere Landeskirche sagt, Nächstenliebe Klarheit. Morgen haben wir alle die Chance, mit unserer Stimme dafür einzustehen. "Gestalten wir durch unsere Wahl gemeinsam eine gute Zukunft für unser Land, so dass gegenseitige Achtung und Toleranz, die Menschenwürde aller und Solidarität, aber auch die Freiheit zur Verwirklichung persönlicher Ziele gesichert bleiben und weiter gestärkt werden." So rufen die Bischöfe in Sachsen-Anhalt auf. Ich möchte mich ihnen gerne anschließen. Sie haben die Wahl!


Gedanken zum "Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt" von Superintendentin Ute Mertens, Burg

 


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