2. Weihnachtstag

 

Es begab sich aber ...

... dass alles anders war ...

... und trotzdem Weihnachten wurde.


So ist es auch dieses Jahr. Es ist Weihnachten, und wir laden Sie ein, gemeinsam durch die Festtage zu gehen. Für jeden Tag finden Sie eine Anregung. Nehmen Sie sich etwas Zeit - schalten Sie das Telefon ab - zünden Sie eine Kerze an. Lassen Sie sich inspirieren von den Texten und schließen Sie die Zeit mit einem Gebet und einem Lied. In der Familie oder alleine können Sie so diese besonderen Tage gestalten - und sind verbunden mit anderen, die das Gleiche tun.

Blick zur Krippe

Die Weihnachtgeschichte nach Johannes


Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Der kam zum Zeugnis, damit er von dem Licht zeuge, auf dass alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeugt von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.
(Johannes 1, 1-18)

Gedanken zum 2. Weihnachtstag


Am 2. Weihnachtstag schauen wir über die Festtage hinaus und lesen dazu die wohl am wenigsten bekannte Weihnachtsgeschichte aus der Bibel, die mir zugleich die liebste ist, weil sie in mir etwas zum Leuchten bringt und lange in mir nachklingt.
"Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden. In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für die Menschen. Das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.
Es trat einer auf, den Gott gesandt hatte; er hieß Johannes. Er sollte Zeuge sein für das Licht und alle darauf hinweisen, damit sie es erkennen und annehmen. Johannes selbst war nicht das Licht. Das wahre Licht, das in die Welt gekommen ist und nun allen Menschen leuchtet, ist Er, der das Wort ist.
Er, das Wort, wurde ein Mensch, ein wirklicher Mensch aus Fleisch und Blut. Er lebte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, die ihm Gott gegeben hat, ihm, seinem einzigen Sohn. Gottes Gnade und Treue sind uns in ihm begegnet. Aus seiner Fülle hat er uns beschenkt, uns alle mit grenzenloser Güte überschüttet."

Blick zur Krippe

Gott, schenke uns Worte, die uns stärken und in uns Zuversicht wachsen lassen, die uns froh und unser Leben hell machen. Und lass sie uns weitersagen. Lass uns Deine Weihnachtsfreude auch in den kommenden Tagen und Wochen verbreiten und selbst zum Licht für andere werden. Amen.

Was wir zu Hause tun können...


Am Anfang ist der Heilige Abend, und am zweiten Weihnachtstag ist das letzte Geschenk ausgepackt und alles vorbei. Oder? Fast jedes Jahr findet meine Mutter noch nach dem 26. Dezember das ein oder andere zu gut versteckte Päckchen, das sie eigentlich unter den Baum legen wollte. Und jedes Mal erzeugt es strahlende Gesichter. Was für eine wundervolle "Familientradition"! Wie wäre es, das einmal ganz bewusst zu machen?
Jesus hat uns mit seinem Leben Gottes Gnade gezeigt. Hat deutlich gemacht, wie reich wir von ihm beschenkt sind und dass Gott jeden Tag bei uns ist - auch über die Festtage hinaus. Machen wir es ihm nach - lassen wir Gottes Licht im Alltag sichtbar werden. Sammeln Sie in einem Beutel Zettel mit Namen von Familienmitgliedern und Freunden und lassen Sie jeden einen davon ziehen. Das geht auch, wenn man alleine lebt. Und dann macht jeder der auserwählten Person eine kleine Freude - vielleicht sogar ohne dass derjenige merkt, von wem sie kommt.
Zeit ist dafür bis zum Ende der Weihnachtszeit. Sie geht übrigens bis zum 2. Februar. Ja. Wirklich! Also: Lasst uns Licht für andere sein - lasst uns weiter leuchten!

 


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